Glossar · Schnitte & Technik

Drehzahl

Definition

Anzahl der Umdrehungen, die das Sägeblatt in einer Minute macht, angegeben in Umdrehungen je Minute. Bei Tischkreissägen liegt die Leerlaufdrehzahl meist bei etwa 3.000 bis 5.000 und bestimmt zusammen mit dem Blattdurchmesser die Schnittgeschwindigkeit der Zähne.

Kurz erklärt

Entscheidend für den Schnitt ist nicht die Drehzahl allein, sondern die Geschwindigkeit der Zahnspitzen am Umfang. Sie steigt mit der Drehzahl und mit dem Blattdurchmesser. Bei einem 250-mm-Blatt und etwa 4.000 Umdrehungen pro Minute rasen die Zähne mit rund 50 Metern pro Sekunde durch das Holz, deutlich über 150 km/h. Bei 210 mm Durchmesser und gleicher Drehzahl sind es entsprechend weniger. Das erklärt, warum kleinere Blätter bei gleicher Drehzahl etwas gemächlicher schneiden und warum ein größeres Blatt nicht automatisch besser ist, wenn der Motor es kaum bewältigt.

Die Maschinenbauart prägt die Drehzahl. Drehstrommotoren, wie sie in 400-V-Maschinen stecken, drehen unter Last knapp unter 3.000 Umdrehungen und halten diese sehr konstant. Universalmotoren in vielen 230-V-Heimwerkermaschinen laufen im Leerlauf höher, häufig im Bereich von 4.000 bis 5.000, und sacken unter Last spürbar ab. Der Anschluss und Umbau am 400-V-Netz ist immer Sache einer Elektrofachkraft. Die Drehzahlangabe findest du auf dem Typenschild oder in den technischen Daten der Maschine, meist als Leerlaufwert.

Ein häufiger Irrtum ist, dass jedes passende Blatt auch erlaubt sei. Auf dem Sägeblatt steht jedoch eine maximale zulässige Drehzahl, und die muss mindestens so hoch sein wie die Leerlaufdrehzahl der Maschine. Zweiter Klassiker: zu hoher Vorschub in Hartholz. Der Motor geht in die Knie, die Drehzahl sinkt, das Holz verbrennt. Dann hilft nur, langsamer zu schieben. Nach dem Ausschalten läuft das Blatt noch nach, fasse das Werkstück also erst an, wenn das Blatt steht, und greife nie in den Nachlauf.

In der Werkstatt

Beim Vergleich von Tischkreissägen lohnt der Blick ins Datenblatt: Leerlaufdrehzahl, Blattdurchmesser und Motorleistung gehören zusammen. Eine hohe Drehzahl allein sagt wenig, wenn der Motor schwach ist und unter Last einbricht. Achte außerdem auf die zulässige Höchstdrehzahl deiner Sägeblätter und darauf, ob ein Drehstromanschluss nötig ist. Eine Einordnung gängiger Modelle nach Leistung und Ausstattung findest du in unseren Bestenlisten, die diese Kennzahlen nebeneinanderstellen. Mehr dazu: Tischkreissägen nach Leistung verglichen.

Das gehört dazu

Häufige Fragen

Welche Drehzahl haben Tischkreissägen?

Meist liegt die Leerlaufdrehzahl bei etwa 3.000 bis 5.000 Umdrehungen pro Minute. Drehstrommaschinen drehen eher knapp unter 3.000, Universalmotoren in Heimwerkermaschinen häufig höher. Der genaue Wert steht auf dem Typenschild.

Was bedeutet die maximale Drehzahl auf dem Sägeblatt?

Sie gibt an, wie schnell sich das Blatt höchstens drehen darf, ohne zu versagen. Die Angabe muss mindestens so hoch sein wie die Leerlaufdrehzahl der Säge. Ist sie niedriger, darfst du das Blatt in dieser Maschine nicht einsetzen.

Warum brennt das Holz trotz hoher Drehzahl?

Meist stimmt das Zusammenspiel nicht: Das Blatt ist stumpf, hat zu viele Zähne für die Dicke des Holzes, oder du schiebst zu langsam oder zu stark. Dann sinkt die Drehzahl unter Last, und die Zähne reiben statt zu schneiden.

Glossar-Redaktion: Redaktion Zubehör & Sicherheit · Alle 34 Begriffe · So arbeiten wir

* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu im Werbehinweis.

Anzeige

Unsere Empfehlungen