Glossar · Gerätetypen

Tischkreissäge

Definition

Ein fest im Tisch gelagertes Sägeblatt, das durch einen Schlitz ragt, und ein Werkstück, das über den Tisch am Blatt vorbeigeführt wird: So arbeitet die Tischkreissäge. Anschläge und Schlitten sorgen für präzise Längs-, Quer- und Winkelschnitte.

Was dahintersteckt

Unter einem ebenen Tisch aus Aluminium, Stahl oder Guss sitzen Motor, Welle und Blatt. Das Blatt ragt durch den Tischschlitz und lässt sich in Höhe und Neigung verstellen. Das Werkstück liegt flach auf dem Tisch und wird gegen einen Anschlag am Blatt vorbeigeschoben. Dazu gehören Spaltkeil und Schutzhaube über dem Blatt, ein Parallelanschlag sowie ein Gehrungsanschlag in der Tischnut. Weil die Maschine das Holz in einer definierten Lage führt, wiederholen sich Maße und Winkel genauer als beim freien Sägen mit der Handkreissäge.

Gängig sind Blattdurchmesser von 210, 216, 250 oder 254 mm bei einer Bohrung von meist 30 mm; Mini-Sägen arbeiten mit etwa 85 bis 120 mm. Die Spannweite der Bauformen reicht von der kompakten Baustellensäge über Akku-Modelle und Sägen mit Schiebeschlitten bis zur schweren Formatkreissäge im Schreinerbetrieb. Der Antrieb ist bei kleinen Maschinen meist ein Universalmotor an 230 V, bei großen ein Drehstrommotor an 400 V. Die Tischfläche kompakter Modelle liegt deutlich unter einem Quadratmeter, das Gewicht häufig zwischen 20 und 40 kg.

Anders als bei der Handkreissäge bewegt sich bei der Tischkreissäge das Holz, nicht die Maschine; bei der Kapp- und Gehrungssäge senkt sich das Blatt auf ein liegendes Werkstück. Jede Bauart hat ihre Stärke: Die Tischkreissäge glänzt beim Längsschnitt und beim Aufteilen von Platten, die Kappsäge beim Ablängen. Häufige Fehler sind der Kauf einer zu kleinen Säge für die tatsächlichen Plattengrößen und das Sägen langer Bretter ohne Auflage. Spaltkeil und Schutzhaube bleiben montiert, schmale Teile schiebst du mit dem Schiebestock.

Worauf es ankommt

Beim Kauf entscheiden Blattdurchmesser, Schnitthöhe, Tischgröße und Anschlussart darüber, was die Säge in deiner Werkstatt leistet. Wer Möbel aus Platten baut, hat andere Anforderungen als jemand, der täglich auf der Baustelle zuschneidet. Eine Entscheidungshilfe mit klaren Kriterien findest du in der Kaufberatung für Tischkreissägen, die die Auswahl Schritt für Schritt aufdröselt. Plane Platz für lange Werkstücke und eine Absaugung gleich mit ein.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wofür brauche ich eine Tischkreissäge statt einer Handkreissäge?

Für wiederholgenaue Längsschnitte, präzise Winkel und das Aufteilen von Platten. Das Werkstück liegt auf dem Tisch und läuft am Anschlag, dadurch wird der Schnitt gerader und reproduzierbar. Für große Platten bei wenig Platz ist die Handkreissäge mit Führungsschiene die Alternative.

Welchen Blattdurchmesser haben Tischkreissägen?

Meist 210, 216, 250 oder 254 mm bei einer Bohrung von typischerweise 30 mm. Mini-Sägen nutzen deutlich kleinere Blätter, Formatkreissägen größere. Der Durchmesser bestimmt die maximale Schnitthöhe, den genauen Wert nennt das Datenblatt.

Kann ich eine Tischkreissäge im Keller oder in der Garage betreiben?

Wenn Platz, Stromanschluss und Absaugung passen, ja. Rechne mit viel Feinstaub und Lärm. Denke an eine Absaugung über einen Werkstattsauger, ausreichend Raum für lange Bretter und eine saubere Stromversorgung. Anschlussfragen bei 400 V klärt eine Elektrofachkraft.

Glossar-Redaktion: Redaktion Zubehör & Sicherheit · Alle 34 Begriffe · So arbeiten wir

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