Definition
Rund um das Sägeblatt sitzt im Tisch eine herausnehmbare Platte mit Schlitz, die Tischeinlage. Sie schließt die Öffnung bündig mit der Tischfläche, lässt sich für den Blattwechsel lösen und ist ein Verschleißteil, das bei Beschädigung ersetzt wird.
Was dahintersteckt
Das Sägeblatt braucht eine Öffnung im Tisch, durch die es nach oben fährt und beim Schrägschnitt kippt. Damit Werkstücke nicht hineinrutschen und die Fläche geschlossen bleibt, deckt die Einlage diese Öffnung ab. Gleichzeitig ist sie das Tor zum Blattwechsel: Sie wird gelöst, und darunter liegen Blattaufnahme und Mutter. Je nach Maschine hält sie mit Schrauben, Federn oder Magneten. Gefertigt wird sie aus Kunststoff, Aluminium oder Stahlblech, bei manchen Maschinen mit austauschbarer Hartfaserinlage im Schlitz.
Der Schlitz fällt breiter aus als die Schnittfuge, damit das Blatt auch geneigt arbeiten kann. Bei Standardeinlagen sind das einige Millimeter Luft links und rechts, bei Sägen mit Schwenkblatt entsprechend mehr. Wichtig ist die Höhe: Die Einlage darf nie über der Tischfläche stehen, sonst bleibt das Werkstück daran hängen. Leicht tiefer ist tolerierbar, wird der Spalt jedoch größer als einen Millimeter, kippen kleine Teile ab. Gute Maschinen bieten Einstellschrauben, mit denen sich die Höhe millimetergenau justieren lässt.
Fehler entstehen vor allem durch Verschleiß. Wer das Blatt versehentlich in die Einlage fahren lässt, schneidet Kerben hinein, die dann Hänger verursachen. Auch lose Einlagen vibrieren und können mit den Zähnen in Berührung kommen. Der Blattwechsel erfolgt immer bei gezogenem Netzstecker. Abzugrenzen ist die Tischeinlage von der Nullspalteinlage, die den Schlitz auf die Schnittfuge reduziert, und von der Tischverbreiterung, die die Fläche seitlich vergrößert. Wenn beim Sägen Splitter am Rand entstehen, liegt es oft am breiten Schlitz der Standardeinlage.
Was das beim Kauf bedeutet
Beim Kauf einer neuen oder gebrauchten Säge lohnt ein Blick auf die Einlage: Ist sie eben, fest und unbeschädigt? Prüfe, ob Ersatz erhältlich ist und ob sie sich ohne Spezialwerkzeug lösen lässt. Wer häufig das Blatt wechselt, sollte auf eine Lösung ohne viele Schrauben achten, damit der Wechsel nicht zur Geduldsprobe wird. Wie der Wechsel Schritt für Schritt abläuft, steht in unserer Anleitung zum Sägeblattwechsel. Mehr dazu: Sägeblatt wechseln Schritt für Schritt.
Weiter im Glossar
- Nullspalteinlage
- Kreissägeblatt
- Sägeblattbohrung
- Schrägschnitt
- Spaltkeil
- Schnitthöhe
- Schiebestock
- Winkelanschlag
Kurz beantwortet
Wann muss ich die Tischeinlage tauschen?
Tausche sie, wenn sie gerissen, verbogen oder stark eingekerbt ist oder nicht mehr bündig sitzt. Auch wenn kleine Teile durch den Spalt fallen, ist Ersatz fällig. Bestelle das Ersatzteil mit Typangabe deiner Säge, denn Maße und Befestigung unterscheiden sich je nach Modell.
Muss die Tischeinlage bündig mit dem Tisch sein?
Ja, sie darf nicht höher liegen als der Tisch und sollte höchstens minimal tiefer sitzen. Steht sie hoch, bleibt das Werkstück hängen und wird ungenau geführt. Stelle die Höhe mit den Justierschrauben ein und kontrolliere mit einem Lineal.
Warum ist der Schlitz in der Einlage so breit?
Damit das Blatt bei geneigter Einstellung frei läuft. Für gerade Schnitte kann der breite Spalt stören, weil Werkstücke dort ausreißen. Dann ist eine Nullspalteinlage die bessere Wahl, die nur die Breite der Schnittfuge freigibt.



